Schilddrüse

Fragen zu weiteren Erkrankungen, von denen Lupus-Kranke betroffen sein können.
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Schilddrüse

Beitragvon Christin » 4. Jun 2017 13:33

Hallo Zusammen,
ich hoffe es geht Euch allen einigermaßen?! Ich hatte hier im Forum Anfang Mai geschrieben, dass mein Rheumatologe eine erneute Aktivität der Borrelien festgestellt hat und nachdem ich jetzt bei einem Internisten war ist dieses Gott sei Dank ausgeschlossen - es wird durch diesen Wert wohl nur angezeigt, dass ich mal eine Infektion hatte. Leider, oder vielleicht in meinem Fall auch von Vorteil, hat er den Morbus Basedow festgestellt(Hachimoto habe ich eh schon). Der Arzt hat mir das so erklärt, es findet gleichzeitg eine Über- und Unterfunktion statt, eine aktuelle Entzündung habe ich momentan nicht - ist wohl per Ultraschall ersichtlich.
Ich bin einerseits erleichtert - weil das einen Teil meiner schubweisen SLE-Beschwerden erklärt: immer auch ein Ziehen in der Halsgegend bis in den Brustbereich, leichtes Zittern, schwitzen auch ohne Anstrengung, Kloßgefühl im Hals und die ständige Müdigkeit. Das Schwitzen habe ich immer als Wechseljahrsbeschwerden eingeordnet. Obwohl das Schwitzen und die Müdigkeit habe ich immer außer nachts. Ich nehm das L-Thyroxin seit ich 25 bin und einfach schon so viele Medikamente, dass ich eher dazu neige die Schilddrüse entfernen zu lassen wie das auch noch medikamentös behandeln zu lassen. Habt Ihr Erfahrungen mit Schilddrüsenerkrankungen oder mit einer OP. Danke für Eure Rückmeldungen.
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Re: Schilddrüse

Beitragvon Christin » 7. Jun 2017 18:56

Hallo Ihr Lieben,
schade, dass sich niemand meldet. Ich kann dringend Unterstützung brauchen. In meiner Selbsthilfegruppe hat niemand diesen Morbus Basedow und ich merke immer wieder wie wichtig es mir ist mich mit anderen Betroffenen austauschen zu können.
Es grüßt
Christin
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Re: Schilddrüse

Beitragvon mone » 9. Jun 2017 12:29

Hallo, Du Liebe!

Ich glaube, hier ist gerade generell wenig los im Forum. Ich weiß, manchmal erhofft man sich einfach Hilfe und etwas Erleichterung durch den Austausch. Ich kenne das nur zu gut.
Ich fürchte,kann Dir leider nicht wirklich helfen. Ich selbst habe Hashimoto und ich meine zu wissen, daß es eine Form der Schilddrüsenerkrankung gibt, wo Hashimoto und Basedow sich vermischen.
Wir hatten das Thema hier schon Mal. Diese Form ist aber wohl äußerst selten und sehr schwer klar zu diagnostizieren. Bei Hashimoto an Sich ist es ja so, daß die Werte immer mal wieder sehr stark schwanken und dann Symptome einer ÜF verursachen können. Wie lange hast Du schon Hashimoto? Wie oft wirst Du kontrolliert?
Ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall eine Zweitmeinung einholen.

Viele liebe Grüße an Dich,

Mone!
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Re: Schilddrüse

Beitragvon Christin » 9. Jun 2017 18:46

Liebe Mone,
ich danke Dir sehr für Deine Rückmeldung. Es kann schon sein, dass gerade viele in Urlaub sind, die noch Schulkinder haben.
L-Thyroxin nehme ich schon seit ich 25 bin und jetzt bin ich 56 und zum Glück ohne größere Schwankungen oder Beschwerden. Einmal habe ich entschieden mal auszuprobieren, ob es nicht ohne geht, ich habe dann schnell gemerkt, dass es ohne nicht geht.
Letztes Jahr habe ich den Rheumatologen gewechselt und seit Februar bin ich wegen dem SLE auf 5 mg Kortison und Resochin und es geht mir soweit ganz gut. Bei meinem letzten Termin gings um Gelenke mit denen ich noch Probleme habe, aber ich weiß dass ich im Hand-/Daumengelenk Arthrose habe und das wird sicher bei den anderen auch so sein. Ich schwitze sehr, nicht nachts, auch in Ruhe, da dachte ich bestimmt Wechseljahrsbeschwerden. Außerdem bin ich oft total müde und kann mich schlecht konzentrieren, verlege Sachen, vergess Termine.
Aber halt aus meiner Sicht einfach alles Befindlichkeiten mit denen ich gelernt habe zu leben und die für mich das kleinste Übel sind.
Mein Rheumatologe hat nun folgendes mit untersucht(er hatte wohl selber mal Probleme mit der Schilddrüse) Threo-Peroxidase-AK liegt bei mir bei 118 U/ml und TSH-Rez.-AK/Trak bei 3,04 IU/l und diese sehr erhöhten Werte bedeuten eben Morbus Basedow.
Weißt Du, wenn ich dann so darüber nachdenke fallen mir eben diese Befindlichkeiten ein, die dazu passen. Habe ich mir was eingefangen, bin erkältet oder was auch immer und es geht mir schlechter habe ich auch oft so ein Ziehen im Hals und Nacken, Kopfschmerzen, spüre den Puls im Hals aber eben zusätzlich zu allen anderen SLE-Beschwerden, die ja doch bei jedem anders aussehen können.
Schlafstörungen, Haarausfall, Durchfall, Gewichtszu- oder Abnahme(auch Symthome beim Basedow) habe ich z.B. überhaupt nicht.
Ich bin so dankbar um jede kleine Zeitspanne in der mal nichts großes, bedrohliches passiert.
Jetzt habe ich für mich so gedacht es könnte ja sein, dass es "nur" dieser Morbus Basedow ist, der alles andere auch auslöst und den SLE habe ich gar nicht.
Anfang Juli ist mein nächster Termin bei meinem Rheumatologen und dann werde ich sehen wie es weiter geht. Ich bin sehr dankbar ihn zu haben.
Hoffentlich sind meine Gedanken nicht zu chaotisch und Du verstehst was ich meine.
Wenn wieder irgendwas zusätzlich kommt wirft mich das komplett aus der Bahn und ich fühl mich nur noch ausgeliefert.
Wie geht's den Dir?
Liebe Grüße
Christin
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Re: Schilddrüse

Beitragvon mone » 9. Jun 2017 23:56

Oje..Ich hoffe das klappt jetzt. Ich antworte das erste mal mit dem Handy. .. Hab grad an dich denken müssen und wollt mal sehen ob du geantwortet hast :D Du dann warte doch einfach mal den Termin ab. Ich weiß dass das nicht immer einfach ist dich jetzt aber komplett verrückt machen bringt dir ja auch nix. Wenn du wirklich hadhimoto und basedow zusammen hast ist das nochmal ne andere Hausnummer. Ich würde das aber auf jeden Fall nochmal vom Endokrinologen abklären lassen. Diese verwirrtheits bzw. Vergesslichkeitszustaende kenne ich auch sehr gut. Auch dass man immer immer weiter sucht. Ich bin im Moment am überlegen ob ich mir nicht doch mal mein rueckenmark untersuchen lasse. Wegen MS. Das stand bei mir schon ein paar mal im Raum wurde aber immer wieder verworfen obwohl die Symptomatik hier zu auch passt. Momentan habe ich sehr Probleme mit dem Becken Boden und allem drum rum. Volle Kontrolle sieht anders aus. Dann denke ich wieder an Probleme mit dem Blut Zucker weil ich regelmäßig unterzuckerung spüre...Ich weiss also wie es ist wenn man so "durch" ist. Ich kann verstehen dass du dich unsicher fühlst. Aber es ist nun mal so bei dir und mir und vielen anderen auch dass viele symptome zu vielendingen passen koennten. Versuche ein paar Dinge etwas auszublenden dir was gutes zu tun spass zu haben auch wenn es dir beschissen geht. Ich war heute mit meinen Kindern im streichelzoo. Es war sehr anstrengend und meine Beschwerden sind jetzt natürlich wieder schlimmer aber es war trotzdem sehr schön und die auszeit tat gut. Suche dir solche inseln bis zu deinem Termin hol dir noch einen endotermin und lass dich nicht verrückt machen. Fühl dich gedrückt liebe christin und sorry für die schreibweise...Handy...zu faul zum pc zu laufen....
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Re: Schilddrüse

Beitragvon Christin » 11. Jun 2017 09:02

Liebe Mone,
entschuldige Dich bitte nicht, fürs Handy hast Du viel geschrieben und auch verständlich.
Ich habe in Deinen Beiträgen gelesen und kann Dich gut verstehen. Wir haben so verschiedene Beschwerden die kommen und gehen ja und leider auch oft bleiben wie z.B. Organbeteiligungen oder zusätzliches wie Diabetes oder Zucker, Osteoporose, was weiß denn ich. Ich versuch mit zu sagen es könnte schlimmer sein, aber das funktioniert meistens nicht. Hast Du noch kleine Kinder? Wenn Du Kinder unter 10 Jahren hast, hab ich gehört geht die Berentung oder Erwerbsminderungsrente schneller. Als ich die Diagnose bekam(die Jahre davor waren auch schon sehr anstrengend) war meine Tochter 6, aber ich bin damals nicht auf die Idee gekommen und ich glaube es ist ein riesen Schritt und bedeutet viel Mut diesen Rentenantrag zu stellen. Es ist schon verrückt, wenn es mir besser geht oder unter Kortison kommt die Hoffnung auf, dass alles auch wieder gut wird. Es bleibt leider nur auch immer was zurück oder eben es kommt was dazu. Sehr erleichternd finde ich den Austausch mit Menschen mit ähnlichen Symptomen, ich fühle mich dann nicht ganz so daneben.
Was mir einfach nicht aus dem Kopf will: Nun bin ich schon 30 Jahre beim selben Arzt in Behandlung wegen der Schilddrüse, warum, ist ihm das nicht aufgefallen oder hat er das mit dem Morbus Basedow nicht getestet? Habe schon versucht ihn telefonisch zu erreichen, aber das ist ja bei vielen Ärzten nicht möglich. Der Körper greift sich selber an, eigentlich unverschämt, dass er sich das rausnimmt! Ich versuch mir das so zu erklären, es kann jeden Bereich treffen, manche Stellen vielleicht nur kurz, andere werden ganz geplättet.
Meine Tochter wird morgen 18, ich hoffe das mit den Vorbereitungen gelingt mir gut und morgen bin ich auch einsatzfähig. Geht's Dir auch so, ich mache Treffen oder was auch immer aus und kann dann an diesem Tag doch nicht, weil es mir nicht gut geht - schrecklich dann sagen zu müssen, dass es nicht geht. Liebe Mone ich denk an Dich und wünsche Dir viele schöne Oasen der Kraft.
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Re: Schilddrüse

Beitragvon mone » 11. Jun 2017 15:10

Hallo, liebe Christin!

Eine meiner Töchter ist vier Jahre alt. Die anderen Beiden 13 und 11. Gut, daß Du mir das sagst. Da muß ich nochmal nachhaken. Aber durch die Selbstständigkeit meines Mannes und
die ganzen Umstände drum herum ( ich mach hier den ganzen organisatorischen Kram, Büro, Kundenbetreuung, Angebote, Rechnungen schreiben etc.) werde ich den beruflichen Streß nicht so schnell los sein. Das Gute ist aber, daß ich bei meinem Mann auf 450,- Euro angestellt bin. mit einer Rente oder Teilrente wäre ich zumindest finanziell etwas entlastet und wir könnten
vielleicht eine Bürohilfe suchen.
Daß man immer denkt: "So, jetzt geht´s mir besser und das hat jetzt gefälligst auch so zu bleiben!" das kenne ich auch. Vorgestern war ich ja im Streichelzoo und gestern auf´m Mittelaltermarkt, obwohl es mir schon gestern früh nicht gut ging. Aber da ich den schon seit Ewigkeiten im Kalender stehen hatte und mich schon seit Wochen freue, wollte ich nicht darauf verzichten.
Die Quittung kam gestern Abend: unheimliche Schmerzen beim Schlucken die ganze Speiseröhre runter, dazu Schmerzen am linken Auge und Kieferschmerzen. Wie Du sagst: Ständig was anderes und auch daß man sich blöd vorkommt, wenn man ausgemachte Treffen absagen muß, das kenne ich nur zu gut.
Bei mir trat eine gewaltige Veränderung ein, als ich nach Jahren den Arzt wechselte. Ich war mit meiner Ärztin eigentlich menschlich immer sehr zufrieden, aber hatte das Gefühl, daß sie mich vielleicht schon zu lange kennt und das Gesamtbild gar nicht mehr wahrnehmen kann. Und das habe ich ihr auch so gesagt. Und das Beste war, daß sie mir recht gab bzw. sagte, daß das gut möglich sei. Ich habe aber auch drei Anläufe gebraucht, um einen neuen Arzt zu finden, wo die Chemie gepasst hat und der mir auch erfahren genug erschien.
Du musst ja nicht gleich komplett wechseln, aber eine zweite Meinung wäre bestimmt nichts verkehrtes.
Ich danke Dir, liebe Christin und wünsche Dir ebenso viel, viel Kraft. Den Geburtstag Deiner Tochter wirst Du bestimmt schaukeln. Ich denke an Dich.
Liebe Grüße,
Deine Mone
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Re: Schilddrüse

Beitragvon Christin » 18. Jun 2017 08:42

Liebe Mone,
Du hast ja noch kleine Kinder. Das zwischen, ich kann einfach nicht und Verpflichtungen oder auch Wünsche denen wir uns nicht entziehen können, ist ein großer Spagat und muss jeden Tag aufs Neue ausgestanden sein. Es wird alles leichter oder anders, wenn die Kinder schon größer sind. Kluge Sprüche die Dir jetzt auch nicht weiterhelfen. Propolis(wird bei der Honigherstellung gewonnen) hat mir bei Entzündungen im Mund geholfen, vielleicht lindert es auch in der Speiseröhre.
Ich habe nächste Woche Urlaub - zwar einiges zu erledigen - zu viel Zeit für mich bringt leider bei mir auch viel Grübelei mit sich.
Versuch es Dir gut gehen zu lassen. Gibt es bei Dir in der Nähe auch eine Selbsthilfegruppe?
Liebe Grüße
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Re: Schilddrüse

Beitragvon Lupi77 » 26. Jun 2017 07:20

Hey!

Die Entfernung der Schilddrüse bei Hashimoto oder MB ist - abgesehen davon, dass es meist gar nicht erst gemacht wird - nicht ratsam, weil es nichts bringt.

Ihr dürft nicht vergessen, dass nicht die Schilddrüse das Problem ist, sondern das Immunsystem. Unsere SD sind gesund, abgesehen davon, dass sie vom Immunsystem zerstört werden.

Das Problem ist, dass sie nicht mehr das leisten können, was sie sollen - Hormone produzieren. Und das ersetzen wir durch LT.

Eine OP - so ist man sich momentan zumindest sicher - bringt also eigentlich nichts! Es wäre traumhaft leicht - OP, SD raus - gesund ;-)
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Re: Schilddrüse

Beitragvon Christin » 4. Jul 2017 23:49

Liebe Lupi,
ja nur die Schilddrüse ist doch dann weg und kann keine Probleme mehr machen bzw. angegriffen werden. Das L-Thyroxin muss ich nachher noch nehmen, aber das nehme ich jetzt auch. Es kommt mir gerade als die einfachste Lösung vor, nur hat mein jetziger Internist gemeint ich soll in 3 Monaten wiederkommen und wir sollen das erst mal beobachten.
Ich kann momentan nicht groß rumheulen, nachdem ich gelesen habe wie es Mone geht. Schrecklich und das alles mit 3 Kindern.
Es tut mir leid, dass es Dir auch nicht so gut geht, schade dass wir alle nicht näher beisammen wohnen und uns praktisch unterstützen können.
Ich denk an Dich!
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