Berufliche Perspektive?

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Berufliche Perspektive?

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 10:55

Verfasst am: 28.Jul.09 11:53 von Pippilotta

Hallo zusammen
Ich bin neu hier und habe mal wieder ein richtiges Tief. Bei mir sind einige Fragen aufgekommen und vielleicht kann mir jemand von euch eine objektive Antwort geben.
Seit zwei Jahren habe ich die Diagnose "undifferenzierte Kollagenose", im letzem Jahr kam noch das Raynaud Syndrom dazu.Im Mai diesen Jahres wurden die Schübe,Konzentrationsschwierigkeiten, Erschöpfung und Müdigkeit so schlimm, das nichts mehr ging. Dann bekam ich das Schmetterlingserythem, so das mein Rheumatologe mich in eine Rheumaklinik einwies, mit Verdacht auf Lupus. Meine Blutwerte waren in Ordnung, trotzdem wurde ich auf Mtx eingestellt.Ich nehme jetzt täglich Resochin und einmal wöchentlich 15 mg Mtx. Mein Hausarzt meint das ich trotzdem Lupus habe und die Blutergebnisse nicht unbedingt etwas zu sagen hätten.Die Symptome würden darauf schließen und ich würde warscheinlich am Anfang der Erkrankung stehen.
Die erste Frage ist ob ich jetzt wirklich Lupus habe.
Mein anderes Problem ist jetzt auch noch die berufliche Seite.Ich weiß nicht wie es weitergehen und was ich machen soll.Ich bin Erzieherin im Kindergarten und bin bisher regelmäßig alle zwei Monate richtig krank gewesen,da ich mich jedesmal bei den Kindern anstecke.Meine Psyche spielt auch nicht mehr richtig mit,es geht auf und ab. Einige Leute raten mir zu einer Umschulung,aber ich weiß absolut nicht in welche Richtung ich gehen soll (u was ich überhaupt noch machen kann).Einige meinen ich soll sofort Rente einreichen,aber das ist ja auch nicht so einfach. Ich werde von allen Seiten bombadiert und bin völlig durcvheinander. Hat vielleicht jemand Erfahrungen in diesem Bereich? Wenn ja würde ich mich freuen von euch zu hören.
LG Pippilotta
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Re: Berufliche Perspektive?

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 10:56

Verfasst am: 29.Jul.09 09:57 von Gast (Eulchen)

Hallo Pippilotta,

zuallererst einmal sei willkommen!

Objektive Antworten kannst Du in einem Betroffenenforum kaum erwarten - sondern eher von Deinen Ärzten.

Die erste Frage ist ob ich jetzt wirklich Lupus habe.

Zu dieser Frage hat Dein Arzt eine klare Aussage getätigt und eine gezielte Behandlung begonnen.

Zur psychischen Bewältigung einer so neuen Situation braucht fast jede/r von uns Zeit und Muße und gar nicht so selten auch professionelle Hilfe.
Hierzu kann ich Dir nur raten, Dich mit Betroffenen (z. B. Deiner lokalen SHG) kurzzuschließen und Dir einen Überblick über die Möglichkeiten zu Deinen speziellen Problemen zu verschaffen - das geht am besten ohne Stress in einem persönlichen Gespräch (kann auch telefonisch sein).

Die berufliche Seite kannst Du sinnvoll angehen, wenn Du Deine Gedanken und Ängste ein bisschen sortiert hast....auch da kann Dir die SHG sicher weiterführende Tipps geben, wohin Du Dich wenden kannst.

Aktuell kann ich Dir nur raten, die Behandlung konsequent weiterzuführen und mit Deinem Arzt in engem Kontakt zu bleiben; versuche dabei etwas ruhiger zu werden, indem Du Dir ausreichend Informationen besorgst und diese mit genügend Zeit und Muße verarbeitest. Danach kommen die nächsten Schritte

Liebe Grüße und viel Glück hierfür, Eulchen
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Re: Berufliche Perspektive?

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 10:56

Verfasst am: 30.Jul.09 17:01 von Pippilotta

Hallo Eulchen
Sorry das ich mich jetzt erst melde und vielen Dank für deine Antwort. Klar muß ich mich jetzt erst einmal mit der neuen Situation auseinandersetzen.Ich habe auch schon Termine für Beratungsgespräche gemacht. MIt der SHG muß ich mich noch informieren, bei und gibt es speziell für Lupus keine. Mein Arzt hat mir auch noch geraten eine Schwerbehinderung zu beantragen.
Liebe Grüße und für dich auch alles Gute
Pippilotta
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Re: Berufliche Perspektive?

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 10:56

Verfasst am: 30.Jul.09 17:46 von Gast (Eulchen)

Danke, Pippilotta,

die Idee mit der Schwerbehinderung ist natürlich richtig - ich denke daran selten, weil das für mich aktuell kein Thema ist.
Wenn du Fragen hast, darfst Du die natürlich auch hier stellen; es ist aber allemal sinnvoll, sich einen Grundüberblick erst einmal selbst zu verschaffen

Alles der Reihe nach, Rom ist auch nicht an einem Tag gebaut worden....

Lieben Gruß, Eulchen
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Re: Berufliche Perspektive?

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 10:57

Verfasst am: 21.Aug.09 01:19 von Simone

Hallo pippilotta,

vielleicht wäre es nicht schlecht, einmal über eine Umschulung nachzudenken.
Überlege Dir in Ruhe, was Dir Spaß machen könnte und schreibe Dir das auf (was interessiert mich / was interessiert mich nicht / was kann ich mit meiner Erkrankung machen / was kann ich nicht).
Lass Dir aber Zeit dabei - vielleicht hast Du die entscheidende Idee.

Oder Du sprichst mal mit einer Freundin darüber, über Deine Stärken und Schwächen.

Bei mir war es damals so, dass ich umschulungstechnisch zunächst in eine ganz andere Richtung tendierte, bis mich meine Freundin dann bei einem Kaffee mal fragte, wieso ich eigentlich nichts mit meinen Sprachen mache
Und wo sie recht hatte, hatte sie recht - und ich ergriff meinen Traumberuf

Nur Mut!
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1. Schriftführerin Lupus-SHG e.V.
Regionalgruppenleiterin Würzburg

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Re: Berufliche Perspektive?

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 10:57

Verfasst am: 17.Sep.10 18:35 von Silverchen

Hallo,

befor ich erkrankt bin habe ich eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin gemacht. (Arbeit mit Menschen mit Behinderung)
Leider musste ich diese abbrechen.

Wenn ich jetzt wieder anfangen will, sollte es mir besser gehen, muss ich sie komplett neu anfangen.

Ich wollte mal fragen ob das eigentlich noch sinnvoll ist und was ihr darüber denkt?
In dem Beruf bin ich physisch udn psychisch belastet. Eben wie eine Kombination aus Erzieherin und Altenpflegerin, mit einem leichten Therapoltischen Ansatz.

Die Arbeit macht mir sehr viel spaß und ich hoffe einfach das ich wieder neu Anfangen kann. Würde das auch in Kauf nehmen.

Wie seht ihr das?
Welche Berufe kommen für einen SLE Erkrankten überhaupt in Frage?
Was kann man machen?
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lg Silver

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Re: Berufliche Perspektive?

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 10:57

Verfasst am: 20.Sep.10 12:37 von Gast (Eulchen)

Hallo Silver,

eine grundsätzliche "nogo"-Entscheidung liegt in der Diagnose SLE m. E. nicht begründet; entscheidend ist der individuelle Verlauf/Betroffenheitsgrad und das, was daraus an Einschränkungen resultiert.

Ich kenne persönlich SLE-Betroffene in psychisch und physisch durchaus stark belastenden Berufen - berufliche Zufriedenheit und Identifikation mit dem, was Du tust, ist ja etwas sehr Wichtiges!
Verallgemeinern lässt sich das allerdings schwer - daher finde ich einen Rat schwierig.

Was ich Dir aber sehr gerne sagen möchte: wenn Du diesen Beruf immer noch erlernen/ausüben möchtest, dann lass Dich beraten, ob und wie das gehen kann!
Dein eigenes Glück ist ein wichtiger Faktor - gerade für Dich als Betroffene würde ich die Bedeutung von Zufriedenheit nicht unterschätzen!

Viel Glück und Mut dafür, liebe Grüße, Eulchen
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Re: Berufliche Perspektive?

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 10:58

Verfasst am: 12.Mai.13 22:12 von StenzelG

Hallo an alle,

dieses Thema ist ja lange nicht mehr diskutiert worden. Dabei ist es wohl drängend und dringend für viele!

Ich habe meine Diagnose seit ein paar Wochen und muss mich beruflich zumindest ein bisschen umstellen, da ich Vorschullehrerin bin. Gibt es nur in Hamburg, ist eine Misch-Tätigkeit zwischen Sozialpädagogik, Lehrerin und KiTa-Erzieherin. Eigentlich gehört für mich dazu, mit den Kindern bei jedem Wetter rauszugehen, die Welt zu erkunden, Kartoffeln zu pflanzen usw. Kann ich jetzt ja kaum noch entspannt machen, flaches Land, Marschen ohne Bäume rund um die Schule. Zu viel Sonne.

Hat jemand da Erfahrung, also im Vor- oder Grundschulbereich?

Gesundheitlich geht es mir sehr viel besser als den meisten hier, nur "cutan" und auch das recht zurückhaltend, nur ständige Nasennebenhöhlenprobleme. Nicht so belastbar wie ich das mal war, aber eigentlich geht es prima mit den Kindern, habe allerdings, weil ich viel freiberuflich arbeiten will, vor zwei Jahren auf ca. 50 % in der Schule reduziert, weiß nicht, ob ich voll noch packen würden.

Ja, aber das spontane oder auch geplante rausgehen...


Danke für alle Erfahrungen,

Gudi
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Re: Berufliche Perspektive?

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 10:58

Verfasst am: 24.Mai.13 19:19 von Hannah

Hallo Gudi,

falls die Sonne das einzige ist, das Dir Sorgen bereitet:

Es gibt mittlerweile in fast jedem Sport- und Outdoorladen gute Sonnenschutzkleidung (Hüte, T-Shirts, Hemden, Hosen). Wenn Du für Dein Gesicht außerdem eine Sonnencreme 50+ verwendest, dann solltest Du im Freien ganz gut geschützt sein. Meistens halten sich die Kinder in einem KiGa ohnehin nicht länger als 1-2 Stunden am Stück draußen auf.

Vielleicht kannst Du durchsetzen, daß Sonnensegel aufgestellt werden, wenn schattenspendende Bäume fehlen. Für Kinder ist es ja auch nicht empfehlenswert, im Sommer zur heißesten Tageszeit in der direkten Sonne zu spielen.

Eine Idee wäre noch, einen lustigen Sonnen- / Regenschirm mitzunehmen, um Deinen Körper vor direkter Sonne zu schützen. Könnte aber während der Arbeit mit den Kindern etwas unpraktisch sein...

Liebe Grüße, Hannah 8-)
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Re: Berufliche Perspektive?

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 10:58

Verfasst am: 25.Mai.13 14:04 von StenzelG

Liebe Hannah,

danke für deine ermutigende Antwort. Es ist allerdings bei mir als Vorschullehrerin etwas anders - bislang habe ich meinen sachkundlichen Unterricht so verstanden, dass ich immer wieder auch längere "Lerhspaziergänge" gemacht habe, wo wir dann bei uns in der Elbmarsch einfach mal viele Stunde ohne sicheren Schatten, wenn auch bei nicht immer großer Hitze, unterwegs waren. Und ein Kartoffelbeet bepflanzt haben und so weiter. Ich glaube, richtig hochsommerliche Tage sind weniger problematisch als sonnige norddeutsch-kühle. Aber ich muss sehen. Auf dem Schulgelände im Vorschulbereich haben wir Baumbestand, d. h. Spielzieten sind gut möglich.

Der Rest, also Kraft, Schübe und Arztbesuche, wird sich zeigen. Bislang bin ich wohl noch nicht sehr belastet! Jedenfalls im Vergleich mit vielen, die sich im Forum zu WOrt melden!

Liebe Grüße von Gudi
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