Befundwirrwarr interpretieren...

AbonnentenAbonnenten: 2
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 1997

Re: Befundwirrwarr interpretieren...

Beitragvon Lupi77 » 26. Jun 2017 05:19

Hallo!

War - mal wieder - lange nicht online... Was gibt es bei Dir neues?

Bist Du auf Aza eingestellt worden? Wie verträgst Du es? Bringt es Dir Besserung?

LG

Lupi ;-)
Benutzeravatar
Lupi77
 
Beiträge: 4687
Registriert: 10.2013
Wohnort: Hessen/Bayern - bei Aschaffenburg
Geschlecht:

Re: Befundwirrwarr interpretieren...

Beitragvon General » 6. Okt 2017 12:36

Hallo zusammen,

nach längerer Abwesenheit melde ich mich hiermit mal zurück. Ich war mittlerweile mehrfach in der Uni-Rheumaambulanz und auch stationär in der Uni-Neurologie und möchte euch mal bisschen davon berichten...

Im Februar ging es los in der Rheumaambulanz --> Verdacht auf Multisystemerkrankung

B2-Glycoprotein-AK mehrfach erhöht
SM-AK nachweisbar (nach Absetzen von Cortison
p-ANCA nachweisbar (spur, also nicht soviel)
Lymphozyten niedrig
Hypogammaglobulinämie



Mai dann Uveitis-sprechstunde --> posteriore Skleritis mittlerweile beidseitig, Medikation dringend empfohlen, aber AZA als nicht ganz geeignet angesehen

Ebenso wieder Rheumaambulanz: Vermutung auf Multisystemerkrankung
--> Vorstellung Vaskulitisrunde

August stationär Neurologie

LP ergab wieder positive identische, systemische Oligoklonale Banden, Eiweisserhöhung, sämtliche MS-Hinweisenden Parameter negativ. Ebenso Erreger

--> Querschnittsmyelitis (1,5 Jahre aktiv! aber unter Corti rückläufig) vornehmlich der grauen Substanz.

MRT Kopf--> mehrere hinzzugekommene punktförmige Läsionen, lt. Radiloge kein Hinweis auf Entzündung.

Posteriore Skleritis Visus weiter verschlechtert.

Diagnose: KIS im Sinne einer multiplen Sklerose, Skleritis am ehesten ein "Überlappungsphänomen", Empfehlung einer Interferontherapie. Sie haben also MS und eine "andere Autoimmunerkrankung" Kein Hinweis auf Kollagenose oder Vaskulitis...???

Rheumatologen sind skeptisch, ich auch. Es gibt keinen MS-typischen Befund, auch passt das gar nicht zu meiner Anamnese.

Bin ratlos!

Gruß
Der Pfennig ist die Seele der Milliarde
General
 
Beiträge: 33
Registriert: 11.2016
Geschlecht:

Re: Befundwirrwarr interpretieren...

Beitragvon General » 11. Okt 2017 11:47

sehr tot hier...
Der Pfennig ist die Seele der Milliarde
General
 
Beiträge: 33
Registriert: 11.2016
Geschlecht:

Re: Befundwirrwarr interpretieren...

Beitragvon Nika » 16. Okt 2017 10:29

Hallo General,

bei mir ist es so: Solange die Ärzte die Blutwerte behandeln und nicht mich als Patienten/ Menschen brauch ich nicht mehr zu irgendwelchen Fachärzten hin. Das Kapitel " Seronegativ" scheint im Studium vergessen zu sein. Über etliche Jahre höre ich mir da schon dumme Sachen an. In den Briefen steht ständig, ich soll Medikamente absetzen und bloß nicht wiederkommen. Meine HÄ meint auch, sowas muß ich mir nicht antun. Wir versuchen zusammen, Schlimmeres zu verhindern.

Ich muß sagen, seit ich damit abgeschlossen habe, dass mir von fachärztlicher Seite geholfen werden kann, lebt es sich besser.


Entspannte Grüße, Nika
Gute Mädchen kommen in den Himmel, schlechte überall hin!
Nika
 
Beiträge: 73
Registriert: 04.2016
Wohnort: Herford
Geschlecht:

Re: Befundwirrwarr interpretieren...

Beitragvon Lupi77 » 19. Okt 2017 22:13

General... Ich würde einfach mal probieren...

Ob es anschlägt, merkst Du recht schnell und auch wenn es eine sichere Diagnose ist, müssen viele Patienten ewig probieren, um die richtige Therapie zu finden...

Ich drücke Dir alle Daumen!!!
Benutzeravatar
Lupi77
 
Beiträge: 4687
Registriert: 10.2013
Wohnort: Hessen/Bayern - bei Aschaffenburg
Geschlecht:

Vorherige

Zurück zu "Habe ich Lupus?"