Psychotherapie & SLE

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Psychotherapie & SLE

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 12:16

Verfasst am: 18.März.13 16:55 von Hannah

Hallo, ihr Lieben,

meine bisherige Recherche nach psychotherapeutischer Hilfe bei schweren, chronischen Erkrankungen wie Lupus hat ergeben, daß es noch keine Rubrik zu diesem Thema gibt. Vielleicht ließe sich hier ein Anfang machen, indem Adressen bundesweit hier im Forum benannt werden.

Es gibt sicherlich nicht wenige von uns, die durch die Erkrankung (erhebliche) Ängste, Depressionen u.a. entwickelt haben und phasenweise damit allein nicht zurecht kommen. Es ist keine Schande, therapeutische Hilfe einzufordern. Um so schwerer ist es, einen Therapeuten zu finden, der für schwere chronische Erkrankungen sensibilisiert ist.

Wer von euch hat gute und erfolgreiche Erfahrungen mit Psychotherapie gemacht und würde den Therapeuten weiter empfehlen? Möglicherweise gibt es einen qualifizierten Fachmann ganz in der Nähe, "um die Ecke" sozusagen, doch es weiß keiner davon!

Liebe Grüße, Hannah
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Re: Psychotherapie & SLE

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 12:16

Verfasst am: 05.Apr.13 22:22 von Simone

Hallo Hannah,

danke für die Idee mit einer separaten Rubrik zum Thema "Psychotherapie".
Klingt gut, wobei ich erst einmal schauen müsste, ob wir das wegen der Übersichtlichkeit noch einschieben sollten - oder ob wir das Thema hier in der "Krankheitsbewältigung" belassen.

Gerade Empfehlungen zu Psychotherapeuten sind ja sehr individuell, da für eine Therapie eine sehr persönliche Beziehung aufgebaut werden muss.
Nicht jeder kann mit dem gleichen Therapeuten.

Und leider dürfen wir von der Selbsthilfegemeinschaft aus keine Empfehlungen aussprechen.

Was natürlich nicht bedeutet, dass Ihr Eure Erfahrungen hier nicht vermelden dürft :pfeif:
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Simone Müller-Pretis
1. Schriftführerin Lupus-SHG e.V.
Regionalgruppenleiterin Würzburg

*Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß, wie Wolken schmecken*
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Re: Psychotherapie & SLE

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 12:16

Verfasst am: 08.Apr.13 15:29 von Hannah

Hallo Simone,

ja, es stimmt - ambulante Psychotherapie ist sehr individuell. Dennoch: Viele Therapeuten entwickeln im Verlauf ihrer beruflichen Praxis Behandlungsschwerpunkte - z.B. Ängste/Phobien, traumatische Störungen, Psychoonkologie etc. Regional sind diese personellen Schwerpunkte höchstens "intern", d.h. unter ortskundigen Kollegen und evtl. Ärzten bekannt. Öffentlich systematisch abfragbar sind sie in Hessen weder über die KV noch über die Landespsychologenkammer. Bisher haben nur wenige Therapeuten eine eigene Homepage eingerichtet. Als Patient auf der Suche nach dem passenden Therapieplatz begebe ich mich damit auf die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen! Es ist quasi unmöglich, die benötigte Unterstützung zeitnah zu finden und zu erhalten. In dieser Hinsicht hat sich hier seit mind. 7 Jahren nichts verändert

Im Sinne einer ganzheitlichen Versorgung sollte es auch im Interesse der regionalen Rheumatologen sein, mehr Psychotherapeuten für die Besonderheiten von Rheuma-Patienten / Kollagenose-Patienten zu sensibilisieren. Ohne dieses Hintergrundwissen wird der Therapeut manche Verhaltensweisen / Symptome möglicherweise nicht richtig zuordnen können. Dann kann die Therapie nicht wirklich gelingen.

Ich habe bisher nur eine Patientin gesprochen, die über einen Zeitraum von 4 Jahren verhaltenstherapeutisch begleitet wurde und positiv von ihrer Therapie profitiert hat. Mehrheitlich berichten Lupus-Patienten jedoch eher über schlechte oder keine hilfreichen therapeutischen Erfahrungen.

Daher hier meine Anregung zu diesem Thema...
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Re: Psychotherapie & SLE

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 12:17

Verfasst am: 08.Apr.13 18:30 von Lupi77

Ich finde das auch sehr gut. Wahrscheinlich wird man hier aber doch wenig Empfehlungen bekommen, da so wenige "alte Hasen" online sind... Oder nur mitlesen (immerhin )

Aber ein Versuch ist es wert...

Und wie geht man auf die Suche nach einem geeigneten Therapeuten? Anrufen und fragen? Empfehlungen? Hhmmmm...
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Re: Psychotherapie & SLE

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 12:17

Verfasst am: 08.Apr.13 21:53 von Hannah

Ja, genau so funktioniert das: Adressenlisten regionaler Therapeuten und Ärzte können z.B. online über die Suchmasken der KV erfragt oder nach telefonischer Anfrage per Post zugesendet werden. Hausärzte geben meist auch einige Adressen an ihre Patienten weiter.

Dann startet der Versuch einer ersten Kontaktaufnahme - per Telefon zu meist ausgewiesenen Sprechzeiten oder per E-Mail, falls vorhanden. Man muß sich darauf einstellen, daß nicht jeder Therapeut zurückruft bzw. eine E-Mail-Anfrage beantwortet! Viele Therapeuten arbeiten mit Wartelisten; die durchschnittliche Wartezeit beträgt hier in Mittelhessen mind. 3-6 Monate! Gerne werden Patienten gebeten, sich zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu melden, nur um dann zu erfahren, daß leider immer noch keine freien Plätze vorhanden sind und sich die Wartezeit um weitere 3 Monate verlängert!

So kann es geschehen, daß innerhalb eines halben Jahres und einer Liste von ca. 30 Therapeuten nur 3 Ersttermine angeboten werden. Wenn sich dann herausstellt, daß der Therapeut nicht über die gewünschten Voraussetzungen für die gesuchte Behandlung verfügt bzw. die Chemie zwischen Therapeut und Patient einfach nicht stimmt, dann beginnt die Suche wieder neu.

Wer in dieser Hinsicht schnelle Hilfe benötigt, muß sich im Grunde stationär einweisen lassen, denn nicht jede (Uni-) Klinik bietet eine ambulante Behandlung an. Auch dort muß ggf. mit Wartezeiten gerechnet werden.

Wem nützt schon ein solches System, wenn die Situation "jetzt" eine adäquate therapeutische Behandlung erfordert - z.B. durch veränderte private Lebensumstände oder berufliche Entscheidungen, die eben nicht erst in einem halben Jahr getroffen werden können?
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Re: Psychotherapie & SLE

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 12:18

Verfasst am: 09.Apr.13 16:02 von Lupi77

Das stimmt vollkommen!!!

Ich bin absolut Deiner Meinung und fände da viele Erfahrungen auch sehr gut!!!
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Re: Psychotherapie & SLE

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 12:18

Verfasst am: 01.Mai.13 18:55 von StenzelG

Ich bin ganz neu - Diagnose ("nur" cutan, also vergleichsweise wirklich entspannt, wenn ich eure Berichte so lese, aber genug Erschrecken doch) ist erst ca. 2 Wochen her. Und doch denke ich auch sehr viel über die psychotherapeutische Schiene nach. Habe früher mal im Laufe meiner Asthma-Krankengeschichte einen Klinikaufenthalt in der psychosomatischen Klinik Grönenbach gemacht, was ich heute vielleicht besser nutzen würde oder gar nicht mehr akzeptieren, ich weiß es nicht. Aber ein Austausch in dieser Richtung ist gut und wichtig, denn ich merke bereits jetzt, wie stark z. B. Stress oder Streit eine Rolle spielen - habe gerade Ferien für ca. 10 Tage, entspanne und plötzlich geht es besser mit den Symptomen, die mich trotz beginnender Therapie begleiten. Sicherlich ist die Psychosomatik nicht für alle Lupi gleich wichtig, aber für mich ist das wohl ein wichtiger Faktor.
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