Termin bei Neuropsychologin

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Termin bei Neuropsychologin

Beitragvon Nika » 2. Jun 2016 13:31

Hallo Ihr Lieben,

ich wollte Euch von meinem Termin bei der Neuropsychologin berichten. Schon ein paar Jahre habe ich ja das Gefühl, dass ich nicht so ganz da bin, unkonzentriert, Kopf in Watte, ein Kopfschmerz, als würde mir das Hirn weh tun. Das schränkt mich ungemein im Alltag ein. Als ich im KH war, meinte ja die Ergotherapeutin, das ist ne kognitive Fatique und ich soll das mal beim Neuropsychologen testen und somit belegen lassen. Weil das wichtig wäre für die Krankengeschichte, auch interessant für die Rentenversicherung.

Nun war ich gestern da. Und ich sage Euch, es war sowas von anstrengend. Erst ne Stunde Vorgespräch, dann hatte ich ne Stunde Pause und konnte dann für die Tests wiederkommen, weil jemand abgesagt hatte. Eine gute Fügung. Denn ich hatte schon im Vorfeld gelesen, dass es Sinn macht, solche Tests über mehrere Stunden zu machen. Die gingen dann so 2,5 Stunden. Dabei ging es darum, sich Dinge zu merken, auf verschiedene Dinge zu reagieren oder zu koordinieren.
Dabei kam im Grunde raus, was mir auch schon aufgefallen war. Ich kann mich schlecht auf zwei Dinge gleichzeitig konzentrieren bzw. weisen meine Konzentration und Reaktion Defizite auf. Solche Fähigkeiten werden aber im normalen Alltag benötigt, führt also zu Einschränkungen.
Dabei geht es nicht um eine organ. Erkrankung sondern um eine Begleiterscheinung der bestehenden chron. Erkrankung. Es gibt auch viele, die das nach Chemo aufweisen.

Sie schreibt mir nun einen Bericht, der an die Hausärztin geht. Da bin ich ja gespannt und auch ein wenig besorgt, was da dann steht. Vlt. darf ich dann bestimmte Dinge nicht mehr machen?

Auf jeden Fall war ich entsetzt, wie schlecht es mir dann ging, als ich wieder zu Hause war. Bin um 10 Uhr los und war dann um 16.15 Uhr wieder zurück.

Heute regenrieren. Viele Grüße von Nika
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Re: Termin bei Neuropsychologin

Beitragvon Lupi77 » 2. Jun 2016 21:43

Hallo Nika!

Erst mal Gratulation, dass Du alles geschafft hast! Ich hab das auch schon zwei oder drei mal hinter mir und ich war auch TOTAL geschockt, wie schlimm es mit meinem "Hirn" stand...

Eigentlich weiß man es, aber wenn es dann so schwarz auf weiß ist und man sich anstrengt und nichts bei rum kommt... das ist die Hölle... :(

Nun hoffe ich, dass der Bericht gut geschrieben wird!

Verbieten tut Dir niemand was - normalerweise... dafür müsste ein weiteres Gutachten gemacht werden.

Mir wurde damals geraten, das sich kein Auto fahren solle - aber das habe ich mir eh nicht zugetraut und ich hätte es auch von den SChmerzen und der Kraft gar nicht geschafft... alleine von der Fatigue her nicht...

Ich knuddel Dich! ;-)
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Re: Termin bei Neuropsychologin

Beitragvon Nika » 3. Jun 2016 10:32

Morgen Lupi,

Du hast es mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen!

Im Grunde bin ich ja extra dahin, damit das mal alles getestet wird. Und belegt. Dass ich nicht denke, ich bin bescheuert, im Sinne von, ich bilde mir das ein. Denn beim Arzt geht sowas unter.

Autofahren ist genau der Punkt. Ich fahre noch, nicht viel und immer erst ab Mittag, dann ist mein Kopf fitter. Sollte das nicht mehr gehen, dann verliere ich auch noch meine letzte Freiheit und bin völlig isoliert. Bin ja jetzt schon viel zu Hause. Mit dem Bus käme ich aber nicht zu Ärzten, Therapeuten oder könnte eben auch nicht einkaufen.

Lupi,
wie erledigst Du das? Bist ja auch mit Deiner Familie noch eingespannt.

Als ich da in der Praxis war, habe ich ja mitbekommen, dass es bei vielen ums Autofahren geht. Gerade nach Schlaganfall etc. . Ich habe dann mutig gefragt, wie das bei mir aussieht. Es sind zwar nicht spez. Tests dazu gelaufen, aber meine spielen da mit rein. Bedenklich wäre es bei mir nicht, aber eben auch nicht immer so hundertprozentig.

Mal sehen, was sie schreibt.

Ihr Lieben,
wie steht das mit Euch, fahrt Ihr noch Auto?

Grüße von Nika
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Re: Termin bei Neuropsychologin

Beitragvon Lupi77 » 4. Jun 2016 20:09

Ich bin fast drei Jahre gar nicht gefahren - war komplett auf die Hilfe anderer angewiesen... Dann konnte ich eine Weile fahren, was aber nicht lange einwandfrei möglich war.

Heute muss ich ganz genau abwägen, wie lange, wie weit etc. Im Zweifel wird das Auto auf jeden Fall stehen gelassen, Automatik hin oder her...

Die drei Jahre waren eine sehr große Herausforderung, mein Mann und meine Kinder mussten ALLES machen.. Alles... Meine Kinder waren da 8 und 10 Jahre erst...

Auch heute bin ich voll auf Hilfe angewiesen, mal extrem, man etwas weniger, aber meistens schon. Mittlerweile ist das aber recht eingespielt und ich habe auch nicht mehr so extrem das Problem, um Hilfe zu bitten...

Man muss sich selbst gegenüber ehrlich sein und dann sollte es auch passen! ;)
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