MTX oder Quensyl?

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MTX oder Quensyl?

Beitragvon Lupi77 » 14. Okt 2013 22:24

Verfasst am: 06.Jul.09 12:26 von Gast (Hannah)

Hallo!

Ich nehme MTX seit ca. 3 Jahren. Nach zuletzt leicht zunehmender Aktivität wieder 10mg/Woche. Außerdem war mein HB-Wert stark erniedrigt (unter 10). Jetzt geht es mir gerade wieder ganz gut und ich zögere, die vom Arzt empfohlene Umstellung zu beginnen.

Gibt es hier Lupis, die von MTX auf Quensyl umgestellt haben? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Hat es gut funktioniert? Traten beeinträchtigende Nebenwirkungen auf?

Über eure Antworten freut sich:

Hannah
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Re: MTX oder Quensyl?

Beitragvon Lupi77 » 14. Okt 2013 22:24

Verfasst am: 14.Jul.09 10:11 von Lupinchen

Liebe Hannah!

Ich kann dir nur erzählen, wie es mit einer Behandlung von Quensyl ist. Ich nehme seit ca. drei Jahren Quensyl ein und habe damit nur gute Erfahrungen gemacht. Bis heute habe ich eigentlich nur Kopfschmerzen als NW. Bei mir ist eher die Frage, ob ich von Quensyl auf MTX umstellen soll, weil ich ohne Kortison nicht auskomme. ( momentan 7,5mg Prednisolon). Wird dir übel nach der Einnahme von MTX oder hast du mit deiner Lunge Probleme? Das ist eigentlich noch so mein Problem warum ich nicht wechsle. Ich hab einfach Bedenken dass das MTX meine Lunge angreift (Fibrose).

Bis dann!

Lupinchen
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Re: MTX oder Quensyl?

Beitragvon Lupi77 » 14. Okt 2013 22:25

Verfasst am: 14.Jul.09 21:38 von Gast (Hannah)

... seit ich meine MTX-Wochendosis auf zwei Einnahmetage pro Woche verteilt habe, verträgt sich mein Magen ganz gut damit. Am nächsten Tag esse ich möglichst leichtere, gut verdauliche Kost, um das Magen-Darm-System nicht zusätzlich zu belasten.

Die letzten Untersuchungen meiner Lunge ergaben bisher keine Auffälligkeiten, aber die Leukozyten sind schon ein paar Mal abgesackt und mein Eisenspiegel sinkt beständig, wenn ich das Eisen nicht regelmäßig medikamentös zuführe. Das hatte ich so vor der Diagnose und Therapie des SLE nicht. Das alles muß aber nicht unbedingt mit der Einnahme des MTX zusammenhängen. Trotzdem fühle ich mich manchmal am Tag nach der Einnahme einfach müde und körperlich weniger leistungsfähig - z. B. beim Sport. Meine Leistungsfähigkeit ist ohnehin nach wie vor beeinträchtigt - besonders meine Konzentrationsfähigkeit und Belastbarkeit im Alltag. Vor kurzem hatte ich tatsächlich am Tag nach der Einnahme wieder Atembeschwerden und "schwache Beine". Doch auch hier können mehrere Faktoren dazu geführt haben: Ich nahm das MTX später ein als üblich, war nervlich etwas überanstrengt und reagiere auf starke Wetterumschwünge empfindlich. Jedenfalls war ich außer Atem, als ich den Berg hoch laufen wollte - und bekam leichte Panik. Später war aber wieder alles OK. Wenn es sich nicht wiederholt, vermute ich mal, daß das unabhängig vom MTX aufgetreten ist.

Quensyl soll weit weniger toxisch wirken, den Körper daher insgesamt weniger belasten. Außerdem wirkt es bei SLE mit ZNS-Beteiligung u.U. besser als das MTX. Wenn ich es richtig verstanden habe, sind nach erfolgreicher Einstellung auch keine monatlichen Blutkontrollen nötig. Und - eine Schwangerschaft wäre mit Quensyl kein Problem, mit MTX jedoch nicht zu empfehlen.
Das alles sind für mich schon Überlegungen, die kurz- und längerfristig für eine Umstellung sprechen. Allerdings möchte ich meine Stabilität nicht schon wieder riskieren, nehme lieber weniger als viele Medikamente. Bisher war ich noch kein ganzes halbes Jahr vollkommen stabil, erlebe immer noch zum Teil sehr beeinträchtigende Einbrüche. Es wird besser, aber nicht ganz so schnell wie ich es gern hätte. Und zuletzt war wieder eine leichte Aktivität erkennbar. Das ist so meine Situation.

Wenn Du durch die Umstellung von Quensyl auf MTX auf Prednisolon verzichten könntest, dann würde ich an Deiner Stelle einen Versuch wagen. Ich bin froh, daß ich derzeit darauf verzichten kann.

Liebe Grüße, Hannah
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Re: MTX oder Quensyl?

Beitragvon Lupi77 » 14. Okt 2013 22:25

Verfasst am: 14.Jul.09 21:59 von Gast (Eulchen)

Hallo Hannah,

Quensyl soll weit weniger toxisch wirken, den Körper daher insgesamt weniger belasten. Außerdem wirkt es bei SLE mit ZNS-Beteiligung u.U. besser als das MTX.

Ich weiß nicht, woher Du diese Informationen hast - aber ich halte diese Aussage für nicht korrekt.

eine Schwangerschaft wäre mit Quensyl kein Problem, mit MTX jedoch nicht zu empfehlen.

Ersteres ist inoffiziell in Ordnung, letzteres ist so nicht richtig: mit MTX ist eine Schwangerschaft nicht nur nicht zu empfehlen, sondern klar zu vermeiden!

Eine Bitte an Dich und Alle: Aussagen zu Medikamenten immer hinterfragen bzw. vorsichtig äußern und mit dem behandelnden Arzt absprechen; Medikamentenumstellungen bitte nicht hier "empfehlen", das ist nicht unsere Zuständigkeit und nicht korrekt in einem Betroffenenforum!

Danke und Gruß, Eulchen
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Re: MTX oder Quensyl?

Beitragvon Lupi77 » 14. Okt 2013 22:25

Verfasst am: 16.Jul.09 10:37 von Gast (Hannah)

Hallo Eulchen!

Danke für Deinen Hinweis!

Was die Schwangerschaft unter Einnahme von MTX betrifft, so weiß ich, daß das zu vermeiden ist. Ich bin über die Auswirkungen, die es für das Kind hätte, informiert. Hier habe ich das nur etwas vorsichtiger formuliert.

Die genauen Unterschiede von Quensyl und MTX kenne ich en Detail nicht. Ich bin auch keine Ärztin. Dennoch hatte ich die Erklärung meines Rheumatologen so verstanden. Eine Umstellung werde ich ohnehin nicht ohne fachärztliche Absprache beginnen.

Ich verstehe das Forum hier als Erfahrungs- und Meinungsaustausch und auch als Portal für Ideen und Anregungen rund um den Alltag mit SLE. Wenn ich Beiträge einstelle oder Themen von anderen lese, die jetzt auch für mich wichtig sind, erleichtert mir das möglicherweise meine eigene Entscheidung. Möglicherweise unterscheidet sich meine Situation aber auch so sehr von den anderen, daß ich mit den bisherigen Beiträgen kaum etwas anfangen kann. Dann bin ich nicht viel schlauer als zuvor und es bleibt nur der Austausch mit dem Facharzt.

Und - natürlich ersetzt dieses Forum nicht die Beratung und Absprache mit den behandelnden Ärzten!

Liebe Grüße, Hannah 8-)
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