Rituximab

Fragen zu weiteren Biologicals wie monoklonale Antikörper, TNF-alpha-Blockern, etc.
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Rituximab

Beitragvon Lupi77 » 14. Okt 2013 15:46

Verfasst am: 31.März.10 16:16 von Gast (Philipp)

hallo ihr Krankheitsverwanten

Ich Habe auch ein SLE, wirkt sich bei mir aber nur auf die thromozieten aus.
Bin in der uniklinik freiburg in behandlung und ich soll jetzt auch rituximab (soweit ich weiss ohne kombination) bekommen und wollte mich über die PML Erkrankung und langzeitschäden von rituximab erkundigen.

um eine antwort wäre ich sehr dankbar

wünsch euch allen eine guter Krankheitsverlauf

liebe grüsse Philipp
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Re: Rituximab

Beitragvon Lupi77 » 14. Okt 2013 15:46

Verfasst am: 31.März.10 16:40 von philbert

hallo dass war meine frage habe mich jetzt angemeldet und hoffe äuf baltige unterstützung

vielen dank im voraus gruss philipp
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Re: Rituximab

Beitragvon Lupi77 » 14. Okt 2013 15:46

Verfasst am: 01.Apr.10 18:49 von Gast (Eulchen)

Hallo Philipp,

die PML ist eine sehr schwer wiegende, aber bisher glücklicherweise auch sehr seltene Komplikation der Behandlung mit Rituximab. In der Literatur sind aktuell 3 Fälle veröffentlicht.

Ansonsten kann das Rituximab für unbestimmte Zeit die (gesunde!) Abwehr schon beeinträchtigen; das ist logisch, denn man "radiert" damit quasi die B-Lymphozyten aus, die ja nicht nur die Antikörper gegen eigenes Gewebe inklusive der Blutplättchen (Thrombozyten), sondern auch gegen alle anderen abzuwehrenden Infektgefahren bilden.

Trotzdem steht die Gefahr einer Infektion in einem bedachten Verhältnis zum Nutzen und ist relativ; das liegt daran, dass auch der SLE selber eine Art "Immunschwäche" (nicht zu verwechseln mit AIDS, damit hat er GAR NICHTS zu tun!!) darstellt und mit dem Rituximab sozusagen in "Schach" gezwungen werden soll und die Infektabwehr außerdem auch noch von T-Lymphozyten (vornehmlich gegen Viren und Pilze) und den "normalen" weißen Blutkörperchen per Direktabwehr geleistet wird.

Ich wünsche Dir viel Glück für Deine Behandlung und vor allem steigende Blutplättchen danach!

Liebe Grüße, Eulchen
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Re: Rituximab

Beitragvon Lupi77 » 14. Okt 2013 15:46

Verfasst am: 09.Apr.10 22:09 von Gast (Eulchen)

Hallo Philipp.

kannst Du bitte die Fragen, die Dir noch eingefallen sind, noch einmal stellen?
Habe sie versehentlich gelöscht

LG, Eulchen
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Re: Rituximab

Beitragvon Lupi77 » 14. Okt 2013 15:47

Verfasst am: 12.Apr.10 12:33 von phil

hi Eulchen,
ich wollte mich über Langzeitschäden und wie der Körper sich an Rituximab gewöhnt informieren.
kannst du mir sagen wie lang die Thrombos dann nicht mehr angegriffen werden. vielen dank für die Antwort machs gut
liebe grüsse phil
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Re: Rituximab

Beitragvon Lupi77 » 14. Okt 2013 15:47

Verfasst am: 13.Apr.10 12:21 von Gast (Eulchen)

Hallo phil,

ich kann Dir natürlich keine verbindlichen Angaben zu Langzeitschäden machen, zumal ich nicht genau weiß, was Du darunter verstehst. Außerdem müsstest Du das bei der Aufklärung zu einem Medikament mit Deinen Ärzten besprechen.
Zwei Sachen sind klar:
1. Die B-Lymphozyten sind für eine Weile "weg", und damit ist natürlich eine gewisse Beeinträchtigung der Abwehr verbunden. Dennoch kommt es durch eine allgemeine "Stabilisierung" nicht sehr häufig zu schweren Infektionen. Die Zeitdauer der Wirkung und auch der Nebenwirkung (s.o.) ist individuell unterschiedlich.
2. Es gibt keine Medikamente mit Wirkung, die keine Nebenwirkungen haben.....aber Rituximab ist ein Biologicum, d. h. es basiert auf einer speziellen Modulation (also "Veränderung") normaler Vorgänge auf der Basis von Verstärkung oder Abschwächung (in diesem Fall letzteres) körpereigener Vorgänge, ohne dass hierbei ungezielt einfach chemisch eingegriffen wird.

Zur Frage der "Gewöhnung" gibt es meines Wissens keine verbindlichen Aussagen; ich halte es auch nicht für besonders zielführend, darüber nachzudenken....im Vordergrund steht das aktuelle Geschehen, und danach kommt die Entscheidung für oder gegen Rituximab und die Gabe mit einem individuellen Ansprechen darauf. Dafür gibt es kein Schema....


Liebe Grüße, Eulchen
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Re: Rituximab

Beitragvon Lupi77 » 14. Okt 2013 15:47

Verfasst am: 16.Apr.10 01:24 von Selma

Hallo Philipp,

wie Dir bereits Eulchen geschrieben hat, ist diese PML zum Glück nur bei sehr wenigen Fällen aufgetreten.
Meine Erfahrungen mit Mabthera...:
Ich hab nun das Mabthera 4 Mal bekommen. In 2008 gab es die 2 ersten Infusionen. Damals hat mein Arzt nach der Mabthera-Gabe die Immunsuppression mit u.a. Cellcept ein wenig reduziert, weil er damals davon ausging, dass diese PML-Fälle durch starker Immunsuppression entstanden sein könnten.
Bei der neuesten Mabthera-Gabe wurde an der aktuellen Immunsuppression nichts reduziert. Im Gegenteil: das Cortison wurde ziemlich erhöht, weil es mir einfach allgemein schon vorher ziemlich schlecht ging.
Ich habe die 4 Infusionen allgemein gut vertragen. Ich persönlich bekomme nach einiger Zeit danach starke Schmerzen im Körper und das Fenistil macht halt sehr müde. Aber das mit den Schmerzen habe ich noch nie so von den mir bekannten Mabthera-Patienten gehört. Also bin ich da eher eine Minderheit und außerdem werden die Schmerzen wieder besser.
Von Langzetschäden habe ich von meinem Arzt nichts mitgeteilt bekommen und auch so von anderen Seiten nichts gehört und hoffe auch, dass es so ist. Allerdings weiß ich auch nicht wie Eulchen, was Du darunter genau verstehst (z.B. Fruchtbarkeit?).
Das sich der Körper an das Mabthera gewöhnen könnte oder so ist mir auch nichts bekannt und wurde mir auch nie aus ärztlicher Seite erwähnt.
Worauf Du vor Mabthera nur achten solltest (darauf haben Dich bestimmt schon Deine Ärzte hingewiesen, wenn das Mabthera klar angeordnet ist), ist, dass aktuell anstehende Impfungen (ca. 4 Wochen) vorher durchgeführt werden sollten. Laienhaft von mir erklärt: Kurz nach Mabthera kannst Du Dich zwar auch impfen lassen, aber solange Du keine B-Zellen hast, kann sich der Impfstoff nicht aufbauen bzw. es können sich keine Antikörper bilden.

Wünsche Dir alles Gute; liebe Grüße

Selma
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