Muskel- bzw. Gelenkschmerzen ohne Schub?

Fragen zu Gelenken, Muskeln, etc.
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Muskel- bzw. Gelenkschmerzen ohne Schub?

Beitragvon Lupi77 » 13. Okt 2013 14:34

Verfasst am: 12.Apr.08 14:05 von Sigrid

Hallo ihr da draußen!
Ich habe kutanen LE (schon lange) und in den letzten Jahren zunehmend Schmerzen über Wochen oder Monate, manchmel auch nur Tage, in Muskeln, seltener Gelenken. Lange Zeit betraf das die Schultern und Oberarme, dann lange die Hüften, jetzt sind es primär die tiefen Pomuskeln, zwischendurch mal dieses und jenes. Irgendwann nach Monaten ist es dann vorbei. Im Winter scheint es stärker zu sein. Einen Zusammenhang mit irgendwelchen anderen Erkrankungen kann weder ich noch ein Arzt sehen, aber da meine ANAs unter Quensil (und wahrscheinlich auch ohne) nie über 160 kommen, sagen mir Hautarzt wie Rheumotologe, dass man einen Zusammenhang mit dem Lupus nicht sehen kann. Immer wieder werden die Muskelschmerzen so schlimm, dass ich denke, ich müsste vielleicht doch mal Medikamente nehmen, aber ich weiß, dass da kaum was ist, was ich aufgrund meiner Haut vertrage, da alles wie Voltaren, Ibuprophen etc. sofort extreme Hautreaktionen erzeugt. Meine Frage ist eigentlich die: Kennt jemand immer wiederkehrende Muskel/Gelenkschmerzen, ohne dass man aufgrund erhöhter Blutwerte gleich von einem Schub sprechen kann bzw. sind diese Probleme überhaupt nur bei einem SLE vorhanden/bekannt. Als ich mal 3 Wochen Cortison einnehmen musste wegen meiner Haut, war nach wenigen Tagen jeder Muskelschmerz verschwunden, aber das ist ja keine Lösung.
Liebe Grüße
Lemonia
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Re: Muskel- bzw. Gelenkschmerzen ohne Schub?

Beitragvon Lupi77 » 13. Okt 2013 14:34

Verfasst am: 17.Apr.08 10:20 von BSkoruppa

Hallo Lemonia,
mein LE fing mit Muskelschmerzen und Fieber an; das war vor 10 Jahren und trotz Therapie, die den LE nun eigentlich recht gut im Griff hat, habe ich ständig Muskelprobleme; am Anfang hieß es immer dass dies nichts mit der Erkrankung zu tun hätte; mittlerweile ist dies aber doch bekannt und wird von vielen Patienten beschrieben; hinzu kommt aber auch, dass durch Cortison eine Muskelschwäche begünstigt wird; da wir uns mit Schmerzen ja auch weniger bewegen als notwendig wäre baut die Muskulatur auch schnell ab; eigentlich kann man nur versuchen dem entgegen zu wirken indem man soviel Bewegung hat wie möglich, aber eben nicht zu viel, da es sonst wiederum zu Problemen kommt; bin auch gerade am Ball, da mitlerweile meine Rückenmuskulatur sehr zu wünschen übrig lässt und die Bandscheiben juhu schreien;
Quensyl hat bei meinen Muskelschmerzen auch nichts gebracht; irgendwie arangiere ich mich nun damit;
hoffe du bekommst es auch etwas in den Griff;
Grüßle Brigitte
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Re: Muskel- bzw. Gelenkschmerzen ohne Schub?

Beitragvon Lupi77 » 13. Okt 2013 14:34

Verfasst am: 09.Mai.08 15:53 von ekunz

Hey,

seit ich wegen Lupus Medikamente nehme habe ich zwar weniger und nicht mehr so starke SChmerzen aber ganz weg über längere Zeit sind sie nicht. Meine Laborwerte sind ganz o.k. trotz Muskelprobleme. Ich und mein Arzt sind der Meinung das die Probleme mit dem LE zusammen hängen. Ob es jetzt mal wieder ein leichter Schub nur ist oder einfach Überanstengung oder STress was die Schmerzen auslösen weiß niemand. Vielleicht, da Cortison ja anscheinend geholfen hat, solltest du noch mal mit dem Rheumatologen darüber reden. Denn immer Schmerzen zu haben ist auf die Dauer ja auch nicht gerade toll.

GRuß EVA
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Re: Muskel- bzw. Gelenkschmerzen ohne Schub?

Beitragvon Lupi77 » 13. Okt 2013 14:35

Verfasst am: 05.Jun.08 20:30 von Vogelkaktus

Hallo Sirgid,

hier noch ein Nachtrag zum Thema Muskelschmerzen. Ich habe seit ca. 20 Jahren diese Muskel- und Sehnenansatzschmerzen. Erst wars mangelnde Muskulatur (Orthopäden), dann hat man 12 Jahre lang nach MS gesucht, und seit 2001 weiß man, es ist Lupus. Ich kenne eigentlich kaum einen Autoimmum-Kranken aus dem Rheumtischen Formenkreis, der keine Muskelschmerzen hat. Natürlich auch ohne akuten Schub. Vor 20 JAhren musste mangelndes Training, die Psyche, für diese Schmerzen herhalten, vor ein paar Jahren hatten die Ärzte die These eine Fibromyalgie würde sich qauasi aufsatteln bei Lupuskranken. Ich denke, die sollten alle akzeptieren, das der Muskelschmerz so ziemlich das durchgehende Thema bei allen Lupuskranken ist. Da ich ASS und Paracetamol wegen Magen und Leber nicht nehmen darf, NSAR im Magen-Darm-Trakt überhaupt nicht vertrage, Tramal sich mit meinen anderen Medikamenten nicht verträgt, Valoron zu schwach ist, und Methadon zum Dauerschlaf bei mir führt, habe ich nun Morphium als Retard-Präparat. Meine inneren Organe sind begeistert, weil es ihnen nichts schadet, und ich bis schmerzarm. Ich muss dazu aber sagen, dass ich eine massive Osteoporose habe, und von daher dank etlicher Knochenbrüche, wahrscheinlich bei meinem Schmerzarzt einen echt leidenden Eindruck machte. Aber es hilft!

vlg Vogelskaktus
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Re: Muskel- bzw. Gelenkschmerzen ohne Schub?

Beitragvon Lupi77 » 13. Okt 2013 14:35

Verfasst am: 10.Jun.09 23:06 von Gast (Kersi)

Hi,
ich habe auch immer wieder Muskel und sehnenschmerzen, ohne dass sich mein Blutbild verändert.
Duch meine Osteopieni dank Kortison, versuche ich Wassergymnastig zu machen und mich immer etwas zu bewegen, damit es nicht schlimmer wird.
Wenn es nicht anders geht nehme ich Schmerzmittel ein. Habe aber für meinen Magen einen Magenschutzmittel, dass ich täglich einnehme.
Denn auf dauer streikt der Magen irgendwann.

Man kann nicht die ganze Zeit nur mit Schmerzen leben. Frage nochmal deinen Rheumaarzt.
Vielleicht kann man an der Medikamentation etwas ändern so dass deine Schmerzen wengier werden. Man darf nicht nur nach dem Blutbild gehen. Der ganze Körper muss mit in Betracht gezogen werden.

ich habe momentan mit Muskelschwäche zu tun und mache daher wassergymnastik die mir gut tut.
gruß Kersi
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Re: Muskel- bzw. Gelenkschmerzen ohne Schub?

Beitragvon Lupi77 » 13. Okt 2013 14:35

Verfasst am: 11.Jun.09 18:51 von walker

Hallo in die Runde,

bei diesem Thema möchte ich mich auch einbringen.
Mich interessiert unter anderem wie es mit Eurem
CK-MB-Wert steht (dieser steht ja als Entzündungswert in der Muskulatur)??

Bei mir wurde der erhöhte Wert vor 3 Jahren erstmals beobachtet und ist seit dieser Zeit ständig leicht erhöht im Bereich von 400 - 600 (war einmalig auch auf 1200). Ich habe seit dieser Zeit ständig ansteigende Muskel- und Gelenkschmerzen, die trotz einer 3-monatigen CellCept-Therapie und seit Februar 2009 mit einer Kortisontherapie (20 mg) nicht weggehen sondern ständig steigen, selbst unter Morphiumpflaster (zuletzt 20 mikrogramm) gehen sie nicht völlig weg. Die Schmerzen fingen an als "muskelkaterartige" Beschwerden mitpunktuellem Brennen in der Muskulatur, zur Zeit fühle ich mich wie unter einer Grippe aber ohne erhöhte Temperatur..

Bei mir wurde erstmals 1995 ein discoider LE durch Biopsie bestätigt und ich nehme seitdem Quensyl. Im November 2008 hat mein Rheumatologe einen syst. LE diagnostiziert (oder wie er es nennt LE disseminatus), aber bisher hat die genannte Therapie nichts gebracht. Ich zweifle manchmal an der Diagnose. Neben den Muskel- und Gelenkschmerzen habe ich noch Probleme mit dem Herzen (Arteriosklerose) mit 1 Hinterwandinfarkt und jetzt insgesamt 5 Stents, weiter Kurzatmigkeit - man denkt an eine beginnende Lungenfibrose - eine pulmonale arterielle Hypertonie, Sjögren-Syndrom und einer leichten Lichen sklerosus.

Was meint ihr als erfahrenen Lupis??

Alles Gute an alle Betroffene

Georg
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Re: Muskel- bzw. Gelenkschmerzen ohne Schub?

Beitragvon Lupi77 » 13. Okt 2013 14:36

Verfasst am: 11.Jun.09 22:41 von Gast (Eulchen)

Mich interessiert unter anderem wie es mit Eurem
CK-MB-Wert steht (dieser steht ja als Entzündungswert in der Muskulatur)??

Hallo Georg,

entschuldige, wenn ich korrigiere: CK-MB steht nicht als Entzündungswert in der Muskulatur, sondern gilt als spezfisch für den Untergang/die Beschädigung von Herzmuskelzellen; daher wird er u.a. zur Differenzierung bei einem - eher frischen/akuten - Herzinfarkt verwendet.
Du meinst sicher die CK. Diese ist bei den lupustypischen Muskelschmerzen eben meist nicht erhöht, sondern dann, wenn z. B. eine Myositis/Dermatomyositis bzw. eine "Mischerkrankung" vorliegt (bzw. andere Ursachen, die damit gar nichts zu tun haben, z. B. kurz zurückliegende Muskelbelastung wie Joggen, Holzhacken und Krafttraining oder auch nach Krampfanfällen)


Bezüglich der Behandlung könnte ich hier durchaus etwas sagen, möchte aber nicht speziell werden. Für mich steht aber eines fest: Du solltest mit Deinem Rheumatologen sprechen und ggf. einen anderen aufsuchen!
Ich hoffe übrigens, dass Du begleitend zum Cortison eine Osteoporoseprophylaxe einnimmst

Lieben Gruß, Eulchen
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Re: Muskel- bzw. Gelenkschmerzen ohne Schub?

Beitragvon Lupi77 » 13. Okt 2013 14:36

Verfasst am: 15.Jun.09 15:14 von BSkoruppa

Hallo,
melde mich auch nochmal zu Wort (zuletzt 17.04.0;
hatte vor kurzem wieder einen Termin bei meinem Rheumatologen, zu dem ich im letzten Jahr gewechselt bin;
da meine Schmerzen trotz Fentanyl-Pflaster und anderen Schmerz-Therapien nicht in den Griff zu bekommen waren;
die Diagnose die ich nun bekam lautete "Fibromyalgie"; nun ist mir auch klar warum ich bei der Frage ob ich Gelenkschmerzen hätte, immer erklärte, dass es sich eigentlich so anfühlt als hätte ich Sehnen- und Nervenschmerzen, welche man als Karpaltunnel-Syndrom und sonstiges diagnostizierte; auch waren meine Entzündungswerte immer im Normbereich, außer C3 und C4, die waren erniedrigt; aber die Fibromyalgie ist ja eine nichtentzündliche Erkrankung der Übergänge von Sehnen/Nerven zu den Muskeln; und Schmerzmittel jeder Art haben da keinen wirklichen Nutzen;
bis zum nächsten Mal
liebe Grüße
Brigitte
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Re: Muskel- bzw. Gelenkschmerzen ohne Schub?

Beitragvon Lupi77 » 13. Okt 2013 14:36

Verfasst am: 07.Aug.09 12:19 von jutta



Hallo Brigitte ,

habe Deine Frage ans Forum leider zu spät gesehen, sonst hätte ich mich schon früher gemeldet.
Bei mir fing es auch mit undifferenzierten Schmerzen, mal hier und mal da an. Mein behandelnder Rheumatologe hat aber sehr früh das Fibromyalgie-Syndrom diagnostiziert und auch behandelt. Zu dem Zeitpunkt gab es die Patientenrichtlinie noch nicht. Mittlerweile gibt es ein einheitliches und ganzheitliches Behandlungskonzept, das neben medikamentöser auch psychologische und physiotherapeutische Behandlungen einschließt. Seit ca. einem Jahr werde ich danach behandelt und bin mit den Ergebnissen zufrieden. Als Medikamente erhalte ich jetzt Lyrika 150 mg (3x täglich) und Ariclaim 60 mg (1x täglich) und gehe alle drei Monate zum Schmerztherapeuten.
Übrigens, die Patientenrichtlinie hat die Rheumaliga im letzten Jahr in ihrer Zeitschrift veröffentlicht, aber im Internet muß sie auch zu finden sein.

Vielleicht hilft Dir das noch ein bisschen mehr weiter,

Jutta
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