Ausgebrannt....

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Re: Ausgebrannt....

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 21:42

Verfasst am: 11.März.13 16:53 von Lupi77

Ich schicke Dir mal eine virtuelle Tüte voll guter Laune und Grinsen! *schick*

Aber ich weiß genau, was Du meinst!!!
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Re: Ausgebrannt....

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 21:43

Verfasst am: 12.März.13 10:19 von mz-per-x

Hallo Leute

Wieder ein Tag zum nicht Nachdenken??? Wird das niemals enden???
Komme immer mehr zum Schluss, ich passe nirgends wo hin.
In einem anderen Beitrag wird nach Antworten gesucht. Antworten??? Fragen haben wir genug.
Aber kann uns wirklich jemand Antworten geben geschweige denn Tipps???......

Es schauen genug ins Forum rein. Aber wer äußert sich einmal? Haben wir nicht alle die selben,die gleichen Probleme??? Den anderen Lupis muss es ja blendend gehen. Nur verraten sie uns nicht das Geheimnis...... Schweigen ist Gold!!!

.......kann im Augenblick nichts gutes mehr dem Leben abgewinnen. Nichts was einen Aufbaut.
Gehe allem und jedem aus dem Weg. Möchte nur noch alleine sein. Die Krankheit ist schon exotisch.
So langsam werde ich das auch. Eigentlich ist der Mensch ein Herdentier,die die sich absondern sind
zum Untergang verurteilt.

Vielleicht bin ich es auch????
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Re: Ausgebrannt....

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 21:43

Verfasst am: 12.März.13 10:21 von Lupi77

Nein, das bist Du nicht! Du bist ein toller und wertvoller Mensch!

Wie oft schon hast Du uns hier geholfen und uns wieder aufgebaut! Diese Kraft, die wir für andere haben, die müssen wir nur noch für uns selbst einteilen lernen!

Ich hab gut reden... geht es mir doch selbst nicht gut...
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Re: Ausgebrannt....

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 21:43

Verfasst am: 12.März.13 14:11 von Hannah

Mz-per-x, ich stimme Dir voll und ganz zu:

Das Leben mit Lupus und dem Durcheinander, das er verursachen kann, inklusive aller Folgewirkungen für den eigenen Körper und das gesellschaftliche Umfeld - es kann einfach mehr als frustrierend sein. (Ich vermeide es höflich hier in der Öffentlichkeit zu fluchen!)

Wenn Du Dich gerade sehr schlecht fühlst und glaubst, nichts dagegen tun zu können - hast Du mal versucht, diese Tage einfach so anzunehmen und hinzunehmen, wie sie sind? Niemand will sich so fühlen und manchmal gibt es keinen äußeren Anlaß für diese Stimmungen. Dann kann es helfen, sie einfach vorbeiziehen zu lassen wie ein Regenschauer und dunkle Wolken, die die Sonne verdecken. Meistens ist diese Phase dann schneller vorüber, als wenn man sich innerlich gegen diese Gefühle wehrt und sie zu verdrängen versucht.

Auch wenn der Alltag mal keinen Spaß macht - na und? Das gibt's eben manchmal. Du findest bestimmt eine Sache, mit der Du Dich an diesem Tag beschenken kannst, etwas, das Dir Freude bringt. Die fröhlichen Tage kommen wieder, ganz bestimmt. Das liegt in der Natur der Dinge...
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Re: Ausgebrannt....

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 21:44

Verfasst am: 12.März.13 15:20 von Lupi77

Das hast Du total schön geschrieben!!! Danke Hannah!
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Re: Ausgebrannt....

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 21:44

Verfasst am: 12.März.13 17:14 von O-Mama

Hallo mz-per-x,

es gibt diese Tage. Man muß sie wirklich einfach so annehmen. Hannah hat es perfekt ausgedrückt. Danke dafür, Hannah. So ein auf und ab kennt jede/r von uns.

Warum viele hier nicht schreiben, kann ich nur anhand meiner eigenen Empfindungen formulieren: Wenn es mir schlecht geht, habe ich die Kraft nicht, eine vernünftige Antwort zu formulieren, wenn es mir gut geht, mag ich mich manchmal nicht mit dem Lupus und meinen zig anderen Krankheiten beschäftigen. Dann kommt hinzu, dass viele Antworten, die man geben möchte, schon von anderen Lupis (wie heute von unserer Hannah) perfekt gegeben wurden.

In der letzten Zeit beteilige ich mich wieder etwas öfter an den Diskussionen hier. Das liegt zum Teil daran, dass ich nach einer OP krank geschrieben war und jetzt noch eine Woche Urlaub anhängen musste. Nächste Woche hat mich der Alltag wieder: 5 Uhr aufstehen, 50 km zur Arbeit fahren, 8 Stunden arbeiten, 50 km zurück, danach 1x die Woche Omatag mit meinem Enkel, 1x die Woche um Papa kümmern, 1x die Woche um schwangere Tochter kümmern, etc. Du siehst, oft bleibt keine Luft für mich selbst. Da fällt es mir schwer mich aufzuraffen und hier im Forum aktiv teilzunehmen.

Aber im Prinzip verstehe ich was Du meinst und gelobe Besserung.

Nun wünsche ich Dir, dass Du schnell wieder aus dem Tief heraus findest.

Lieben Gruß,

Bärbel
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Re: Ausgebrannt....

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 21:44

Verfasst am: 13.März.13 09:09 von mz-per-x

Einen schönen guten Tag Euch allen

ja ich denke es geht so langsam wieder bergauf. Habe gestern im Garten trotz der tiefen Temperaturen
ein kleines Feuerchen gemacht. Kann sein das mit dem Rauch auch die komischen Gedanken verflogen sind. Möchte mich bei Euch bedanken für Euer Verständnis und Euren Zuspruch.
Für mich ist es wichtig sich mit Betroffenen auszutauschen. Ganz besonders wenn es mir einmal nicht
so geht. Auch wenn alles schon einmal gesagt wurde. ,,Reden,, zu hören und einfach mal ein ,,Hallo,,
wirkt doch Wunder.

MfG Norbert
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Re: Ausgebrannt....

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 21:44

Verfasst am: 13.März.13 09:37 von O-Mama

Hallo Norbert,

es freut mich, dass Du Dich wieder wohler fühlst. Manchmal sind es die kleinen Dinge im Leben (wie ein Feuerchen), die uns wieder optimistischer in die Welt schauen lassen.

Mein letztes großes Tief liegt jetzt gute 3 Monate zurück, ich hab keinen Sinn mehr in meinem Leben gesehen. Meine große Tochter hat dies gemerkt und mir vorzeitig (es sollte eigentlich eine "Weihnachtsüberraschung" sein), gesagt, dass sie ein Baby bekommt. Seitdem sehe ich wieder einen Sinn, denn ich freue mich wahnsinnig auf den kleinen Mann. Ich habe schon ein Enkelkind, und ich vergöttere ihn. Er hilft mir sehr oft nur durch seine Anwesenheit und seine Fröhlichket aus dem Loch heraus. Manchmal hole ich ihn zu mir, weil er mir so gut tut. Dies ist eine meiner Möglichkeiten mich von meinem Elend abzulenken. Stundenlange warme Bäder helfen mir. Früher bin ich sehr viel spazieren gegangen, durch Fußprobleme bedingt - ich komme keine 500 Meter weit bis die Schmerzen beginnen - fällt das weg. Ich lese viel, manchmal ganz bewußt lustige Bücher, um mich abzulenken. Ein Kosmetiktermin hilft mir auch manchmal - wichtig dabei ist, dass ich nicht "zugetextet" werde, dann kann ich mich auch fallen lassen und fühle mich danach besser.

Welche Möglichkeiten nutzt ihr anderen denn, um aus dem tiefen, schwarzen Loch heraus zu finden?

Ich wünsche Dir und allen anderen einen schönen, schmerz- und Depri-freien Tag.

Lieben Gruß,

Bärbel
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Re: Ausgebrannt....

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 21:45

Verfasst am: 13.März.13 10:56 von Lupi77

Norbert, ich freue mich, dass Dir das Feuerchen ein wenig Aufwind gegeben hat! Ich hoffe, Du kannst das Gefühl eine Weile behalten!!!

Bärbel, auch Dich verstehe ich gut. Manchmal ist alles zu viel. Mir geht es momentan mit den Gesunden so, mit den "Normalen"... Sie verstehen nicht, von was man spricht, warum man nicht spricht oder wie es ist, sich ständig mit Schmerzen, Erschöpfung und Zukunftsangst auseinanderzusetzen, ob man will oder nicht.

Mein Hirn funktioniert so oft nicht korrekt, mir brennt ständig etwas an, dauernd vergesse ich alles möglich (auch sehr wichtige Dinge), aber wenn es ums selbständig Hirnen geht, da ist mein Kopf Hochleistungssportler... Der denkt und denkt und denkt und ich kann REIN GAR NICHTS dagegen tun... Das macht mich wahnsinnig und ich habe schon mehr als einmal gedacht, dass ich jetzt durchdrehe...

Oft ist das abends so oder wenn es mir morgens direkt schon so schlecht geht, dann auch...

Jetzt unter dem Cortison geht es mir auch von den Gedanken um einiges besser... Größer wird die Angst vor der Zeit mit weniger Cortison... Wird es wieder so schlimm? Oder schlimmer?

Meine Familie gibt mir viel Kraft, sie nimmt sie aber auch wieder, wenn Ihr wisst, was ich meine... es ist sehr schwer... Mein Hund gibt mir Kraft, aber auch er hat im Gegenzug Forderungen an mich, die ich irgendwie erfüllen muss...

Am ehesten hilft es mir zurzeit hier im Forum mit Euch zu schreiben oder mit Dorothea Maxin. Sie ist immer für mich per Mail da und das, obwohl wir uns persönlich (LEIDER) noch gar nicht kennen.

Aber auch hier spielt die Erfahrung mit der Krankheit eine große Rolle. Sie kennt die Situationen, die man durchmacht, genau wie hier die meisten!

Aber ich kann auch verstehen, wenn einer einfach gar nichts mehr von der blöden Krankheit wissen möchte. So geht es mir selbst mit meinen ganzen Krankheiten auch.

Man sagt immer so schön, man möchte ja nicht hauptberuflich Kranker sein, aber ich bin es zwangsweise... Diese vielen Baustellen und kein Licht in Sicht, das MUSS ja kirre machen..

Also, ich bleibe weiterhin hier aktiv, denn ich merke, dass es nicht nur mir hilft, sondern auch vielen anderen!!! Und genau dann lohnt es sich!!!

Grüße und gute Laune-Wünsche an Euch alle!!!

Lupi
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Re: Ausgebrannt....

Beitragvon Lupi77 » 15. Okt 2013 21:45

Verfasst am: 13.März.13 11:22 von O-Mama

Hallo Lupi,

ich kenne diese Probleme auch zur Genüge. Mein Kopf denkt und denkt und denkt, Manchmal hätte ich gerne einen "Ausschalter" daran. Nur was ich mir merken will oder muß, kann ich oft nciht abspeichern. An meinem freien Freitag sitze ich morgens und schreibe meinen Putplan, damit ich nicht die Hälfte vergesse. Ich habe immer einen Schreibblock parat, um einen Gedanken schnell niederzuschreiben, bevor er wieder entfleucht ist.

Ich hatte einen super großen Freundeskreis. Wir waren knapp 30 Leue, die ständig was unternommen haben. Ich dachte immer, wir gehen durch dick und dünn. Aber inzwischen ist klar, dass keiner mich verstehen kann oder will. Sie sehen nur, "Bärbel hat fast 30 Kilo zugenommen, aber sonst sieht sie doch aus wie immer, was die nur immer hat?!". Gut, ich habe oft Verabredungen zugesagt und dann wieder absagen müssen, weil es mir dreckig ging. Gut, meine Freunde sind alle 16 - 20 Jahre jünger, aber ist es denn zuviel verlangt, wenn man um etwas Verständnis bittet? Inzischen höre ich von niemandem mehr etwas. Mir sind nur meine Kinder und mein Vater geblieben. Wobei ich mit meiner kleinen Tochter schon immer ein sehr angespanntes Verhältnis hatte und wir den Kontakt hauptsächlich wegen meines Enkels aufrecht halten. Mit meiner großen Tochter habe ich ein tolles Verhältnis, aber sie wohnt 50 km weit weg. Mein Vater wird dieses Jahr 80 und ist super krank, also auch nicht so wirklich eine emotionale Unterstützung.

Es ist manchmal echt zum kotzen! Aber bevor ich mich wieder selber runter ziehe, höre ich jetzt lieber auf zu jammern.

Lieben Gruß,

Bärbel
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